Blue Flower

März / April 2018

 

„Ertrage einer den anderen und vergebt euch untereinander, wenn jemand

Klage hat wider den anderen.“ Kolosser 3,13 


Ein Junge hat seine Mutter durch Grobheiten tief verletzt. Der Junge ist längst weitergegangen, aber die Mutter trägt es in ihrer Seele dem Jungen nach, und sie trägt schwer daran.
 

Eine Frau hat ihren Mann schwer gekränkt. Sie hat das gar nicht so empfunden und lebt fröhlich weiter. Aber der Mann trägt es ihr nach und ist damit sehr belastet.

Ein Arbeitskollege ist von einem anderen hintergangen worden und in seiner Ehre verletzt. Der Kollege ist schon in der nächsten Abteilung, aber der andere trägt es ihm noch nach und macht sich dadurch das Leben schwer.

In einer Gemeinde hat es hässliches Gerede übereinander und gegeneinander gegeben. Man ist zerstritten und trägt es sich noch Jahre später mit Groll und Bitterkeit nach.

Wer einem Menschen etwas nachträgt, hat schwer daran zu schleppen. Wie unklug ist es, einem anderen etwas nachzutragen. Man büßt nur die Fehler der anderen am eigenen Leibe.

Darum gibt es für die Verletzungen, die wir empfangen, nur eine gute Möglichkeit: sie bei Gott ablegen und sie IHM bewusst übergeben.


Verdrängen schadet, 
Nachtragen schadet –

nur Ablegen und an Gott übergeben befreit.

Vertragen ja – Nachtragen nie!

 

Dirk Kunz

 


 

Januar / Februar 2018

Gedanken zur Jahreslosung 2018

 

Durst kann eine Qual sein, ja tödlich sein. Die Bewohner Israels wussten das, wenn sie unter brennender Sonne unterwegs waren. In einem heißen Land hält es unser Körper nur wenige Tage ohne Flüssigkeit aus.
Glücklich ist, wer unterwegs eine Quelle findet. Das frische Wasser erquickt Körper und Seele. Niemand möchte ein Pfützenwasser, nein, es soll klares, gesundes Quellwasser sein. Es bringt dem Körper neues Leben.
Aber es gibt nicht nur Durst nach Wasser. In jedem Menschenherzen besteht ein Durst nach Leben. Der wird bei vielen oberflächlich befriedigt. Es ist der Durst nach Geld, Ehre, Liebe und Macht. Viele sind getrieben vom Durst nach
Frieden, Annahme und Geborgenheit. Für diesen Lebensdurst bietet unsere Gesellschaft viele Quellen, viele Anbieter werben um uns. Und manches Wasser macht noch durstiger; es wirkt · wie Salzwasser für den Ertrinkenden.
Ein durststillendes Angebot fällt aus dem Rahmen. Es ist das Angebot Gottes durch Jesus Christus, der uns einlädt: Kommt her zu mir, ich will euch erquicken. Ich bin die wahre Lebensquelle. Bei mir gibt es lebensspendendes Wasser für die Seele. Jesus macht es uns leicht, er lockt uns: Du brauchst keine Vorleistung zu bringen. Ich schenke dir alles, was dein Herz benötigt. Einfach deshalb, weil ich dich lieb habe. Du sollst und musst nicht verdursten. Komm zu mir und bleibe bei mir, werde Dauertrinker meines Wassers. In der Nachfolge erleben wir, dass nicht alle unsere Wünsche erfüllt werden. Mancher Durst macht uns Not und unser Glaube wird geprüft. Wir üben uns im Ve1trauen, dass er uns versorgt und segnet. Von der Ewigkeit her leuchtet die Verheißung in das Leben der Kinder Gottes. Das zeigt uns die Jalu·eslosung zm Ermutigung. Am Ziel gibt es keinen Zustand des Durstes. Die Nähe Gottes garantiert uns ein Leben in Erquickung und Erfüllung. Die Liebe Gottes ist eine nie versiegende Quelle, jetzt und ewig.

Überschwängliche Freude daran wünscht euch
Friedhelm Ries

 


 

November / Dezember 2017

An(ge)dacht

Weihnachten…

 

Weihnachten ist nicht das Fest, zu dem wir es gemacht haben:

„Holder Knabe im lockigen Haar“, Idylle daheim beim Kerzenschein.

Ausdruck der Sehnsucht nach einer heilen Welt, wenigstens für ein paar Stunden im Jahr?

Menschliche Versuche, die kalten Herzen und Hände an selbstgemachten Feuern zu wärmen?

Du bist ganz anders. Und dich hat etwas ganz anderes in diese Welt getrieben.

Du bist hinabgestiegen in den Gestank des Stalles,

in die Nacht und das Verachtetwerden der Hirten,

in die Ratlosigkeit der Weisen.


Du bist gekommen, um unseren Schmerz zu teilen und uns darin zu begegnen.

Dein Licht will hineinscheinen in unsere Leere und Angst

und unsere Augen darauf richten, dass du der Retter bist.

Nicht „Freude, Friede, Eierkuchen“, sondern echter Trost und begründete Hoffnung.


Die „nackte“ Liebe hat dich zu uns getrieben,

hat sich ihrer Herrlichkeit entkleidet, damit wir sie begreifen.

Darum geht es an Weihnachten, dass du, Gott, uns beschenken möchtest

mit einer Liebe, zu der wir Menschen nicht fähig sind.


Hilf uns, dass wir dich hineinlassen in unsere Herzen und Häuser,

in unsere Beziehungen, in unser echtes Leben – nicht die Fassade.

Danach sehnt sich die Welt und das ist das, was wir wirklich brauchen:

Dass du hineinkommst in unsere Zerbrochenheit und uns heil machst.

A. Brickey

  


September / Oktober 2017 

Wer das Reich Gottes verkündigt, macht es wie ein Hausherr, der Altes und Neues aus seinem Erfahrungsschatz hervorbringt.  
Matthäus 13,52

Bewahrer oder Beweger?
Wir Menschen sind unterschiedlich veranlagt, das erleben wir auch in der Gemeinde. Dabei lassen sich zwei Verhaltensmuster erkennen: Es gibt Bewahrer und Beweger, die beide gebraucht werden. Beide haben ihre Vorzüge, beide finden wir auch in der Bibel.
Die Bewahrer bringen Stabilität in die Gemeinde. Es sind die Treuen. Sie halten fest an dem, was sie mit Gott begonnen haben, und an ihren Erfahrungen. Tradition ist für sie ein sicheres Geländer.
Doch dieses Verhalten kann auch Erstarrung erzeugen. Bewahrer können Erneuerung verhindern und blind sein für notwendige Veränderungen. Gemeinden können sterben, wenn sie nur aus Bewahrern bestehen.
Die Beweger sind das Gegenteil. Sie haben Ideen, wollen Neues ausprobieren. Sie erkennen, wo unsere Zeit neue Gestaltung des Gemeindelebens erfordert.
Sie bringen Unruhe in die Gemeinde, ihr Verhalten ist nicht bequem. Manchmal schießen sie in ihrem Eifer über das Ziel hinaus. Sie fordern, Altes loszulassen und im Glauben Neues zu wagen.
Wir wollen darauf achten, dass es gelingt, dass sich Beweger und Bewahrer ergänzen, dass sie einander verstehen und beide nach dem Willen Gottes fragen.
Blicken wir in die Kirchengeschichte. Martin Luther war in einer Zeit der kirchlichen Erstarrung und Irrlehren ein mutiger Beweger. Er studierte die Bibel und entdeckte die Unterschiede zwischen Kirche  und dem Willen Gottes. Er konnte nicht schweigen und kämpfte mit Leidenschaft für die Wahrheit. Er riskierte sein Leben für die Erneuerung der Kirche.
Ob wir so mutig sein wollen in unserer Zeit? Machen wir noch Entdeckungen, was sich ändern soll in unserer Gemeinde?

Einen klaren Blick dafür wünscht euch

Friedhelm Ries


Mai / Juni 2017

„Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.“    Kolosser 4,6

Dass wir sprechen können, ist eine wunderbare Gabe unseres Schöpfers. Wir können damit Gott loben oder böse Worte reden. Vielleicht habt Ihr schon den Spruch gehört: Vor dem Betätigen des Mundwerks das Gehirn einschalten! Manchmal ertappen wir uns nach einem unbedachten Satz und denken: Hätte ich doch die Klappe gehalten. Aber das Wort ist gesendet, wir holen es nicht mehr zurück. Heinrich Heine verglich das gesprochene Wort mit einem abgeschossenen Pfeil. Der lässt sich nicht festhalten. Auch für unsere Worte gibt es keine Löschtaste. 
So sehen wir uns in die Verantwortung gestellt, wie wir unsere Zunge benutzen. Damit wir die Sprache im Sinne unseres Herrn gebrauchen, gibt uns die Bibel gute Tipps. Es ist mehr nötig, als das Einschalten des Gehirns. Wichtig ist, dass unsere Gedanken von Gottes Geist erfüllt sind und unsere Worte von Gottes Liebe bewegt werden. Dann können gute Worte bei unserem Nächsten ankommen. Ob das bei unseren Gesprächen funktioniert? Die Christen in Kolossä wurden damals herausgefordert. Sie lebten als Minderheit in heidnischer Umgebung. Sie erlebten Ablehnung und Spott. Wie sollen sie reagieren? Sollen sie Gleiches mit Gleichem vergelten? Paulus rät ihnen im Sinne der Bergpredigt Jesu: „Redet freundlich zu ihnen, lasst die Liebe Gottes durchscheinen. Euer Reden soll nicht fade sein, nicht belangloses Geschwätz, sondern wie mit Salz gewürzt. Sie sollen durch eure Worte die Liebe und die Heiligkeit Gottes erkennen.“
In unserem Alltag erleben wir Begegnungen. Ob Menschen uns kritisieren oder schmeicheln, sie bieten uns Gelegenheit zum Reden. Wissen wir, was wir sagen sollen? Gelingt uns eine freundliche Antwort? Lasst uns beten, dass der Heilige Geist uns zu guten Worten bewegt. Lasst uns zeigen, wem unser Leben gehört.

Viele gute Erfahrungen mit freundlichen und gewürzten Worten
wünscht Euch
Friedhelm Ries

 


Gottesdienst
So 25.02.18 / 10:30 Uhr

Rennmäuse
Di 27.02.18 / 16:00 Uhr

Teenkreis
Fr 02.03.18 / 19:00 Uhr

Gottesdienst
So 04.03.18 / 14:00 Uhr

Rennmäuse
Di 06.03.18 / 16:00 Uhr

Teenkreis
Fr 09.03.18 / 19:00 Uhr

Terminänderungen:

Singkreis
Mo. 05.03.18 / 19:00 Uhr

Besprechung Zeltlager
Mi. 07.03.18 /19:00 Uhr

Mitglieder- und
Freundesversammlung

Sa. 10.03.18 / 19:30 Uhr

Karfreitagsgottesdienst
Fr. 30.03.18 / 14:00

Ostersonntag
9:00 Uhr Spaziergang
10:30 Uhr Gottesdienst
danach Brunch

Gesprächsrunde
Sa. 14.04.18 / 19:00 Uhr

Mitarbeiterkreis
Mi. 25.04.18 / 19:30 Uhr

Himmelfahrt
Gottesdienst und Grillen
Do. 10.05.18 

Zeltlager
22.-24.06.18

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