Blue Flower

 


 

Mai / Juni 2020

 

Euer Herz erschrecke nicht!
Glaubt an Gott und glaubt an mich.
                                           Johannes 14,1

Diese Worte leiten die letzte Rede an die Jünger ein, bevor Jesus seinen schweren Gang nach Golgatha antritt, bevor er zu Unrecht verurteilt und vor ihren Augen zu Tode gemartert wird.

Versetzen wir uns einen Moment in die Lage der Jünger – mit Jesus sterben am Kreuz alle ihre Hoffnungen. ALLES hatten sie für IHN aufgegeben: ihre Arbeit, ihren Besitz, ihre Familien, ihr Zuhause… Die Jünger standen vor der größten Krisensituation ihres Lebens und genau in diesem Moment ruft Jesus ihnen zu: „Euer Herz erschrecke NICHT!“

Eine unmögliche Forderung, oder?

Aber sobald wir unseren Gefühlen erlauben mit uns „davon zu galoppieren“ wie ein wild gewordener Hengst, bekommen wir sie so gut wie nicht mehr unter Kontrolle. Umso wichtiger ist es, direkt den Anfängen einer aufkommenden Panik zu wehren.

Oft denken wir, wir wären machtlos, wir hätten keinerlei Kontrolle über unsere überkochenden Gefühle, erst recht nicht, wenn uns der Boden unter den Füßen weggezogen wird wie damals den Jüngern. Aber hätte es Jesus von seinen Jüngern gefordert, wenn es ihnen tatsächlich NICHT möglich gewesen wäre? Uns Menschen ist es vielleicht unmöglich, aber:

„Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ (Markus 9,23)

Diese Bibelstelle hat mich gesegnet und mir gezeigt: Egal was kommt, ganz gleich wie verheerend und verwirrend die Umstände im Moment auch sein mögen, wie scheinbar hoffnungslos die aktuelle Situation – im Glauben an meinen JESUS kann ich ihr entgegentreten und standhalten.

Mit JESUS stehe ich IMMER auf der Seite des SIEGERS.

Deshalb:

Don’t panic – BELIEVE!  (Keine Panik – glaube!)

Eure  Marion Kraft

 

 


 

März / April 2020

 

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind,

dem die Sünde bedeckt ist!                   Psalm 32,1

 

Das Wort „vergeben“ bedeutet ursprünglich „wegschenken“, „fortgeben“, so dass es nicht mehr da ist. Vergebung ist die Bewegung in eine Richtung: von dem, der Unrecht litt, zu dem, der Unrecht tat. Vergebung schafft, wenn sie echt ist, eine neue, festere Gemeinschaft.

Die Bibel berichtet, dass schuldhaftes Tun seine Folgen hat.
Sünde haftet unsichtbar an dem, der sie tut. Es ist ein Verfehlen des von Gott gesetzten heilvollen Weges. Wer z. B. zu lügen beginnt, wird sich meist in immer mehr Unwahrheiten verstricken.
Sünde ist nie eine einzelne Tat, sondern das sich Hineinbegeben in einen lebenszerstörenden Machtbereich und trennt den Menschen von Gott.
Weil Gott aber reich ist an Vergebung, gab er im AT dem Volk Israel die Opfer als Mittel, um aus diesem Unheilverhältnis herauszukommen. In Verbindung mit dem Bekenntnis der Schuld wurden am großen Versöhnungstag einmal im Jahr vom Priester die Hände auf den Kopf des Opfertieres gestemmt, was symbolisch die Sünde des Volkes auf das Tier übertragen sollte und damit dieses stellvertretend in den Tod ging.
Im NT ist das Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi eine einzige Erklärung, dass Gott es mit Sündern zu tun haben will. Jesus sprach Menschen damals die Vergebung ihrer Schuld zu. Noch am Kreuz betete er um Vergebung für die, die ihn kreuzigten, und starb zugleich auch für sie. Im Abendmahl zeigte Jesus seinen Jüngern, dass sein Leiden und Sterben zur „Vergebung der Sünden“ geschieht.
Da, wo Vergebung der Sünde ist, ist Leben und Erlösung. Das, was uns Menschen von Gott trennt, hat Christus am Kreuz getragen, damit wir schuldlos vor Gott stehen können.
Doch dabei bleibt die Bibel nicht stehen: Wer Gottes Vergebung empfangen hat, ist nun aufgerufen, seinerseits anderen zu vergeben. Wenn mir durch die Vergebung Christi die größte Last genommen ist, dann kann ich es auch lernen, anderen zu vergeben.
Gelebte Vergebung ist der einzige Ausstieg aus dem Teufelskreis des Vergeltungsdenkens. Vergebung ist die einzige Möglichkeit, um aus dem Gefängnis der belastenden Vergangenheit frei zu kommen.
Vergebung ist der einzige Weg, beziehungsfähig zu bleiben, ohne abzustumpfen.
Zu vergeben bedeutet nicht, dem anderen Recht geben zu müssen, sondern ihm seine Schuld nicht mehr zuzurechnen.
Zu vergeben bedeutet nicht, das Geschehene zu vergessen, sondern mein gegenwärtiges Verhalten nicht von der negativen Vergangenheit bestimmen zu lassen.
Schließlich bedeutet Vergebung nicht, aus innerer Schwäche zu handeln, sondern aus dem Bewusstsein von Gottes Barmherzigkeit mit mir, auch barmherzig mit anderen zu werden.

Ermutigende Gedanken und mutige Schritte wünscht Euch     Dirk

 


 

Januar / Februar 2020

 

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!          Markus 9,24

 

Ein Mann kommt zu den Jüngern Jesu mit seinem unheilbar kranken Sohn. Die Jünger stehen da – ohne Jesus – ratlos, hilflos, am Ende ihrer Möglichkeiten. Das erleben wir auch: Lebenskrisen, Krankheitsnot, Bedrohungen unseres Lebens. Wir versuchen uns selbst zu helfen, wir bemühen Spezialisten für schwierige Fälle – und werden enttäuscht. Dann beten wir und warten, dass unser Wille geschieht. Und der Zweifel nagt an unseren Hoffnungen. Unser Glaube, wie ein Strohhalm oder wie ein Stahlseil?

Jesus sagt dem Vater des kranken Sohnes: Alle Dinge sind möglich dem, der glaubt! Es liegt also am Glauben, an unserem festen Zutrauen auf unseren Herrn. In der Alltagssprache ist Glaube ein Begriff wie aus Gummi, in alle Richtungen dehnbar. Jeder deutet den Begriff auf seine Weise. Es geht hier nicht um einen allgemeinen Volksglauben, dass es einen Gott gibt. Es geht nicht um einen Glauben, der Traditionen erhält. Es geht im biblischen Glaubensbegriff um eine Gewissheit, die auf eigene Sicherheit verzichtet und fest mit Gottes Eingreifen rechnet, die eigenen Wünsche loslässt und sich in Gottes Arme fallen lässt, die mit Gottes grenzenloser Macht rechnet. Das ist so einfach und so schwer für uns und den Vater in der Geschichte. Deshalb schrie er voll Sehnsucht zu Jesus: Ich will dir ja vertrauen. Aber hilf mir, dass ich es kann! Ich bin bereit dazu und schaffe es doch nicht ganz. Da sind Bedenken, Zweifel in mir, die kann ich nicht löschen. Erbarme dich, hilf mir, meinen Unglauben zu überwinden.

Auch wir erleben die Abhängigkeit, wenn es um das Vertrauen geht. Glaube ist nicht machbar. Wir brauchen Gottes Erbarmen.

So ist unser Herr! Er freut sich an der Aufrichtigkeit des Vaters. Jesus heilt das Kind und zeigt so seine Macht und Liebe. Er erbarmt sich über den Rest an Zweifel in unserem Leben und lässt unser Vertrauen zu ihm wachsen. So fordert der Glaube unsere ganze Hingabe und unseren Einsatz. Und zugleich ist der Glaube ein Geschenk an uns, Gottes Werk in uns. So sind wir dankbar, dass wir glauben können und doch bleiben wir am Bitten: Herr, stärke uns den Glauben, lass uns Glaubenserfahrungen erleben.

Ein gesegnetes glaubensstarkes Jahr 2020 wünscht euch  Friedhelm Ries

 

 


November / Dezember 2019

 

In deine Augen sehn

Ich möchte sitzen dir zu Füßen, Herr Jesus, wenn nach dieser Zeit,
die Deinen dankbar dich begrüßen, wenn Friede ist in Ewigkeit.
Ich möchte deine heil’gen Hände auf meinem kranken Herzen sehn,
dir möcht ich danken ohne Ende und nie mehr wieder von dir gehn.

Endlich frei, alle Sorgen sind Vergangenheit,
sind vorbei, neues Leben leben, endlos Zeit,
zeigst du mir die ganze Allmacht,
darf ich staunend davor stehn…
doch zuerst möchte ich, Herr, in deine Augen sehn.

Ich möchte dich so vieles fragen, was meine Seele oft betrübt,
was unverstanden ich getragen und mühsam nur Geduld geübt…

„Siehe da, die Hütte bei den Menschen!
Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein,
und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen,
und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei
noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle
des lebendigen Wassers umsonst.“

Mir ist, ich werde nichts mehr fragen, wenn deine Augen auf mich sehn.
Ihr Leuchten wird mir alles sagen und spurlos meine Not verwehn.
Endlich frei, alle Sorgen sind Vergangenheit,
sind vorbei, neues Leben leben, endlos Zeit,
zeigst du mir die ganze Allmacht,
darf ich staunend davor stehn…
doch zuerst möchte ich, Herr, in deine Augen sehn,
das wird meine Not verwehn,
doch zuerst möchte ich in deine Augen sehn.

Liedtext: Verfasser unbek.

Bibelvers: Offenbarung 21,3-4+6

 


September / Oktober 2019

 

 

 „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“                                                Matthäus 16,26

 

 

 

Ein verlockendes Ziel für unser Leben: immer reicher werden. Es steckt tief in uns, das Verlangen nach immer mehr. Das war in biblischer Zeit so und der Mensch hat sich nicht geändert.

 

Wir sehen, was andere haben und das wollen wir auch. Wenn wir viel haben, dann ist es nie genug. Wir wollen mehr auf unser Konto, mehr Wohlstand, mehr Glück. Mit psychologischem Geschick fördert die Werbung das Begehren: „Wenn du das Produkt kaufst, dann bist du glücklich.“ Wie lange hält das Glück und die Zufriedenheit? Können vergängliche Dinge unser Herz erfüllen und uns getrost machen? Erlangen wir mit Reichtum unsere Sicherheit und eine gute Zukunft?

 

Es ist ein Geschenk Gottes, wenn wir den Trugschluss durchblicken. Unser Volk lebt in hohem Wohlstand, aber nicht in hoher Zufriedenheit und Dankbarkeit. Es gibt Statistiken, die zeigen, dass Menschen in Bangladesh relativ glücklich sind.

 

Es ist gut, wenn wir unseren Schöpfer fragen, was wir wirklich brauchen. Er möchte bestimmen, welche Schätze in unser Leben kommen. Die Beschäftigung mit der Bibel korrigiert unser Wunschdenken. Gott zeigt uns, wie töricht es ist, wenn wir immer mehr haben wollen. Es bringt Unruhe und Stress, es lenkt uns ab von Gottes Plan und macht innerlich arm.

 

Wir dürfen entdecken, welchen Reichtum uns Gott bietet in Jesus Christus. Keine materiellen Schätze, die vergehen, sondern geistliche Gaben, die in alle Ewigkeit bleiben. Wer Jesus hat, ist ewig reich beschenkt mit Vergebung, mit Liebe, mit Freude, mit Frieden und einem Platz im Himmel. Da wollen wir zugreifen, dahin soll sich unser Begehren ausrichten. Das ist mehr als der Wert der ganzen Welt. Und Gott gibt uns das gerne gratis in seiner Großzügigkeit. Das wollen wir auch den Menschen bezeugen, dass sie durch uns erkennen, wo der wahre Reichtum zu finden ist.

 

Viel Freude an dem himmlischen Reichtum wünscht euch

 

                                                 Friedhelm Ries

 

 


 

JULI / AUGUST 2019

 

Gebraucht von Gott?

Wenn Du das nächste Mal denkst, Gott kann dich nicht gebrauchen,
dann schau mal in die Bibel:
 

Noah war betrunken

Abraham war zu alt

Josef wurde missbraucht

Jakob war ein Lügner

Mose konnte nicht reden

Gideon war voller Angst

Rahab war eine Prostituierte

Jeremia war zu jung

David hatte eine Affäre und war ein Mörder

Elia war lebensmüde

Jona lief davon

Die Jünger schliefen beim Gebet ein

Martha machte sich zu viele Sorgen

Petrus war impulsiv

Der Junge mit dem Brot und Fischen war unbekannt

Zachäus war zu klein

Thomas hatte Zweifel

und Lazarus… der war tot

… und Gott gebrauchte sie doch!

Also: Denke nicht gering von dir -
Gott kann dich in deinem vollen Potenzial gebrauchen!

 



Terminänderungen:

 

Da die Schulen geschlossen wurden, um einer Ausbreitung der Coronapandemie entgegenzuwirken, fallen auch unsere öffentlichen 
Treffen in der Stadtmission vorerst aus. Die Gemeinde ist aber weiterhin in einer Gebetsgemeinschaft miteinander verbunden. Wenn du Anschluss suchst oder Gebet und Unterstützung möchtest, melde dich sehr gerne bei
Volker oder Marion Kraft.
Tel.: 06763/302786
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