Blue Flower

 

September / Oktober 2018

„Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen und vergesst dabei nicht, Gott zu danken. Betet auch für uns, damit Gott uns eine Möglichkeit gibt, sein Geheimnis zu verkünden: die Botschaft von Christus, für die ich hier im Gefängnis sitze. Und betet, dass ich darüber frei und offen reden kann, wie Gott es mir aufgetragen hat. Verhaltet euch weise und besonnen denen gegenüber, die keine Christen sind. Macht das Beste aus der Zeit, die euch geschenkt ist!“  Kolosser 4,2-6

Das Gebet ist für einen Christen ein wichtiges Kommunikationsmittel. Es ist das Gespräch mit Gott. Der Text zeigt, dass dies eine vielseitige Angelegenheit ist. Ich kann mit meinen Bitten zu Gott kommen. Ich werde ihn nicht nur für mich bitten, sondern bei ihm auch meine Bitten für andere Menschen vorbringen. Immer wieder werde ich mich bei Gott bedanken für das, was er mir schenkt. Ich lerne über Gott zu staunen. Ich werde ihn anbeten, einfach nur anschauen, was er getan hat, und mich bei Gott dafür bedanken. Und: Ich werde Gott zuhören und darauf achten, was er mir zu sagen hat. Einen Aspekt aus dem vielseitigen Gespräch mit Gott greift Paulus heraus und vergleicht die Gebetskraft mit einem Schlüssel. Das Gebet als Schlüssel zu den Herzen der Menschen: Der Schlüssel zum Herzen eines Menschen liegt nicht in unserer Hand. Niemand findet durch gute Argumente oder glänzende Rhetorik zum Glauben. Selbst Paulus schreibt daher: „Betet für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue.“ Gott selbst muss das Herz eines Menschen öffnen. Das Gebet hat auch eine missionarische Dimension: Bete für Menschen, dass Gott ihnen das Herz öffnet. Bete für die Gottesdienste, für Vollmacht des Predigers und die Gespräche, die Du führst. Das Gebet hat eine Schlüsselfunktion gegenüber den Herzen der Menschen.

Das Gebet als Schlüssel zu den Chancen: Der Begriff „kairos“ (unwiederbringliche Gelegenheiten) wird von Paulus in Vers 5 verwendet: „Kauft die Zeit, den Kairos, aus.“ Da geht auf einmal eine Tür auf. Ich muss schnell eintreten und die Chance nutzen, sonst schließt sich die Tür wieder. Der Kairos ist vorbei. Zur Zeit erleben wir z.B. durch die Flüchtlingswelle eine offene Tür für das Evangelium. So mancher Moslem hinterfragt den Islam und wird Christ. Es geht also darum, den richtigen Moment zu entdecken, wann ich einem Menschen etwas von meinem Glauben an Jesus weitergeben kann, wann ich ihn einlade, ob ich jemanden besuchen soll, ob es jetzt wichtig ist, zu helfen oder spontan einen Menschen zu unterstützen, für wen oder was ich mir Zeit nehmen muss. An dieser Stelle ist das andauernde Gebet wichtig, damit ich den richtigen Zeitpunkt für eine bestimmte Sache erkenne und nutze. Das Zwiegespräch mit Gott macht mich sensibel für die Türen, die sich für kurze Zeit öffnen.

In diesem Sinne wünsche ich uns für die kommenden Wochen die Nähe zu Gott im Gebet und von IHM geschenkte offene Türen für unsere Mitmenschen.

Dirk Kunz

 


 

Juli / August 2018

Du bist wertvoll

Eine Flasche?
Du sagst, du hältst dich selbst für eine Flasche.
Du seist ein für Gott unbrauchbarer und zum Leben
ungeschickter Mensch.

Das ist nun freilich noch kein Grund
gleich zu verzweifeln.
Denn auch die gewöhnlichste Flasche
kann durch einen kostbaren Inhalt
ausgesprochen wertvoll werden.

Wenn Gott selbst durch seinen Geist in dir wohnt
und das in dir bewirkt, was du an sich nicht sein kannst,
dann bist du durch IHN
       -  Flasche hin oder her  -
ein unendlich wertvoller Mensch.

 H.-J. Eckstein

 


Mai / Juni 2018

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebräer 11,1 

Was ist Glaube? Eine gute Antwort liefert uns der Satz im Hebräerbrief. In Gesprächen über den Begriff Glaube erleben wir die unterschiedlichsten Antworten. Wir merken, wie das Verständnis über den biblischen Glauben in unserem Volk im Rückzug ist. Jeder glaubt etwas, z.B. dass der Sommer kommt oder nur was ich sehe. Wir Menschen sind zum Glauben geschaffen und an irgendetwas hängt er sein Herz.

Mit der Einladung zum Glauben fordert Gott uns heraus. Du sollst dein Leben auf den einen Gott gründen, den du nicht siehst. Du sollst nicht zweifeln an dem, was keiner beweisen kann. Du sollst deine Hoffnung an dem einen festmachen, den du nicht erfassen kannst. Das ist viel verlangt, das ist eine Mutprobe für dein Leben.

Wie kannst du gewiss werden, dass das, was in der Bibel steht, wahr ist? Nur durch bedingungslose Vertrauensschritte. Nur, wenn du diesen Herrn in dein Leben einlässt. Nur, wenn du deine selbstgebauten Sicherheiten loslässt.

Du wirst Erfahrungen machen mit dem Herrn und erkennen: ER hilft dir zum Glauben, ER schenkt dir die nötige Gewissheit. Mit diesem Glauben können wir leben und bestehen, auch wenn die Menschen um uns das Gegenteil sagen. Mit diesem Glauben kommen wir zum Ziel und erleben Gottes Herrlichkeit.

Durch diesen Glauben gehen wir mutig in die Zukunft. Unser Weg ist vorbereitet und wir lassen uns führen. Wir verzagen nicht, sondern Glaubende sind geborgen in IHM. Mit diesem Glauben sind wir eine Ermutigung zum Vertrauen zu Gott für unsere Mitmenschen, damit sie auch Glaubensschritte wagen.

Viel Freude zum Leben und Bezeugen des Glaubens wünscht euch

Friedhelm

 


 

März / April 2018

 

„Ertrage einer den anderen und vergebt euch untereinander, wenn jemand

Klage hat wider den anderen.“ Kolosser 3,13 


Ein Junge hat seine Mutter durch Grobheiten tief verletzt. Der Junge ist längst weitergegangen, aber die Mutter trägt es in ihrer Seele dem Jungen nach, und sie trägt schwer daran.
 

Eine Frau hat ihren Mann schwer gekränkt. Sie hat das gar nicht so empfunden und lebt fröhlich weiter. Aber der Mann trägt es ihr nach und ist damit sehr belastet.

Ein Arbeitskollege ist von einem anderen hintergangen worden und in seiner Ehre verletzt. Der Kollege ist schon in der nächsten Abteilung, aber der andere trägt es ihm noch nach und macht sich dadurch das Leben schwer.

In einer Gemeinde hat es hässliches Gerede übereinander und gegeneinander gegeben. Man ist zerstritten und trägt es sich noch Jahre später mit Groll und Bitterkeit nach.

Wer einem Menschen etwas nachträgt, hat schwer daran zu schleppen. Wie unklug ist es, einem anderen etwas nachzutragen. Man büßt nur die Fehler der anderen am eigenen Leibe.

Darum gibt es für die Verletzungen, die wir empfangen, nur eine gute Möglichkeit: sie bei Gott ablegen und sie IHM bewusst übergeben.


Verdrängen schadet, 
Nachtragen schadet –

nur Ablegen und an Gott übergeben befreit.

Vertragen ja – Nachtragen nie!

 

Dirk Kunz

 


 

Januar / Februar 2018

Gedanken zur Jahreslosung 2018

 

Durst kann eine Qual sein, ja tödlich sein. Die Bewohner Israels wussten das, wenn sie unter brennender Sonne unterwegs waren. In einem heißen Land hält es unser Körper nur wenige Tage ohne Flüssigkeit aus.
Glücklich ist, wer unterwegs eine Quelle findet. Das frische Wasser erquickt Körper und Seele. Niemand möchte ein Pfützenwasser, nein, es soll klares, gesundes Quellwasser sein. Es bringt dem Körper neues Leben.
Aber es gibt nicht nur Durst nach Wasser. In jedem Menschenherzen besteht ein Durst nach Leben. Der wird bei vielen oberflächlich befriedigt. Es ist der Durst nach Geld, Ehre, Liebe und Macht. Viele sind getrieben vom Durst nach
Frieden, Annahme und Geborgenheit. Für diesen Lebensdurst bietet unsere Gesellschaft viele Quellen, viele Anbieter werben um uns. Und manches Wasser macht noch durstiger; es wirkt · wie Salzwasser für den Ertrinkenden.
Ein durststillendes Angebot fällt aus dem Rahmen. Es ist das Angebot Gottes durch Jesus Christus, der uns einlädt: Kommt her zu mir, ich will euch erquicken. Ich bin die wahre Lebensquelle. Bei mir gibt es lebensspendendes Wasser für die Seele. Jesus macht es uns leicht, er lockt uns: Du brauchst keine Vorleistung zu bringen. Ich schenke dir alles, was dein Herz benötigt. Einfach deshalb, weil ich dich lieb habe. Du sollst und musst nicht verdursten. Komm zu mir und bleibe bei mir, werde Dauertrinker meines Wassers. In der Nachfolge erleben wir, dass nicht alle unsere Wünsche erfüllt werden. Mancher Durst macht uns Not und unser Glaube wird geprüft. Wir üben uns im Ve1trauen, dass er uns versorgt und segnet. Von der Ewigkeit her leuchtet die Verheißung in das Leben der Kinder Gottes. Das zeigt uns die Jalu·eslosung zm Ermutigung. Am Ziel gibt es keinen Zustand des Durstes. Die Nähe Gottes garantiert uns ein Leben in Erquickung und Erfüllung. Die Liebe Gottes ist eine nie versiegende Quelle, jetzt und ewig.

Überschwängliche Freude daran wünscht euch
Friedhelm Ries

 


 

November / Dezember 2017

An(ge)dacht

Weihnachten…

 

Weihnachten ist nicht das Fest, zu dem wir es gemacht haben:

„Holder Knabe im lockigen Haar“, Idylle daheim beim Kerzenschein.

Ausdruck der Sehnsucht nach einer heilen Welt, wenigstens für ein paar Stunden im Jahr?

Menschliche Versuche, die kalten Herzen und Hände an selbstgemachten Feuern zu wärmen?

Du bist ganz anders. Und dich hat etwas ganz anderes in diese Welt getrieben.

Du bist hinabgestiegen in den Gestank des Stalles,

in die Nacht und das Verachtetwerden der Hirten,

in die Ratlosigkeit der Weisen.


Du bist gekommen, um unseren Schmerz zu teilen und uns darin zu begegnen.

Dein Licht will hineinscheinen in unsere Leere und Angst

und unsere Augen darauf richten, dass du der Retter bist.

Nicht „Freude, Friede, Eierkuchen“, sondern echter Trost und begründete Hoffnung.


Die „nackte“ Liebe hat dich zu uns getrieben,

hat sich ihrer Herrlichkeit entkleidet, damit wir sie begreifen.

Darum geht es an Weihnachten, dass du, Gott, uns beschenken möchtest

mit einer Liebe, zu der wir Menschen nicht fähig sind.


Hilf uns, dass wir dich hineinlassen in unsere Herzen und Häuser,

in unsere Beziehungen, in unser echtes Leben – nicht die Fassade.

Danach sehnt sich die Welt und das ist das, was wir wirklich brauchen:

Dass du hineinkommst in unsere Zerbrochenheit und uns heil machst.

A. Brickey


Gebetskreis
Mi 14.11.18 / 19:30 Uhr

Teenkreis
Fr 16.11.18 / 19:00 Uhr

Gottesdienst
So 18.11.18 / 10:30 Uhr

Rennmäuse
Di 20.11.18 / 16:00 Uhr

Teenkreis
Fr 23.11.18 / 19:00 Uhr

Gottesdienst
So 25.11.18 / 10:30 Uhr

Rennmäuse
Di 27.11.18 / 16:00 Uhr

Terminänderungen:

Klausurtag

Sa. 29.09.18 / 10:00 Uhr

Gesprächskreis
Fr. 05.10.18 / 19:30 Uhr

Weihnachtsmarkt-
besprechung
Do. 11.10.18 / 19:30 Uhr

Keine Rennmäuse
Keine Bibelentdecker
Di. 30.10.18

Bibelentdecker-
Rennmäuse-Spezial
Mi. 31.10.18 / 17:00 Uhr

Themenabende "Israel"
Fr. 02.11.18 / 19:30 Uhr
Sa. 03.11. 18 / 17:00 Uhr

Gemeindefreizeit
in Staudernheim
09.-11.11.18

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